Karol von Formação (Brasilien) freut sich auf ihre Zeit mit KICKFAIR

Mein Name ist Karolyne da Luz, ich bin 28 Jahre alt und habe Tourismus studiert. Ich lebe in Maranhão im Nordosten Brasiliens und arbeite bei der KICKFAIR Partnerorganisation Formação, einem Unterstützungszentrum für Grundbildung. Ich hatte schon immer eine große Leidenschaft für den Sport und war schon als Kind sportbegeistert. Von allen Sportarten begeistert mich Fußball am meisten. Mein Traum war es, wie der vieler Brasilianer*innen, Profi zu sein, in der Nationalmannschaft zu spielen und unser Land zu vertreten, aber die Realität des Frauenfußballs erlaubte es mir nicht, diesen Weg zu gehen. So erfand ich mich selbst neu, durch die Möglichkeiten, die ich aus den Projekten bei Formaçãogewonnen habe. Ich bemerkte, dass ich etwas bewirken konnte, und arbeitete auch mit dem, was ich am meisten liebte.

Mein Einstieg als Jugendliche war über die Straßenfußball Projekte. Dabei dachte ich, ich könnte doch freiwillig in den Projekten mitarbeiten und damit auch anderen jungen Menschen helfen. Das war der Beginn meiner Ausbildung in mehreren Schritten.

Als ich von der Partnerschaft zwischen Formaçãound KICKFAIR erfuhr, wurde mir klar, dass die Zusammenarbeit den Traum von einer besseren Welt durch Sport, Bildung und Jugend noch mehr stärkt.

Über die Jahre habe ich gesehen, wie Austauschschüler*innen aus Deutschland nach Brasilien kamen und es sehr spannend fanden. Außerdem habe ich angefangen, häufiger und mehr mit ihnen im Austausch zu sein. Ich habe auch immer mehr die Scham verloren, nicht zu wissen, wie man andere Sprachen spricht, mehr zu kommunizieren und durch den Austausch mit anderen Menschen mehr Wissen über andere Kulturen zu entwickelt.

Heute habe ich die Möglichkeit, hier in Deutschland zu sein und über die Workshops, die ich mache, noch mehr zu lernen. Aber auch ein wenig von dem weiterzugeben, was ich in Brasilien gelernt habe. Ich bin sicher, dass die NGO’s an jedem Ort der Welt sehr wichtig sind und vor allem, wie wichtig die Menschen sind, die dies ermöglichen. Vielleicht bin ich als Kind keine professionelle Spielerin geworden, wie ich es mir erträumt habe. Aber mit den Menschen, die im FLG-Netzwerk sind, mit den Organisationen, die über die ganze Welt verteilt sind, geben wir Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen eine neue Perspektive. Eine Perspektive, die ich als Kind nicht hatte und die die Realität vieler Menschen da draußen verändern kann und die für mich zur Realität geworden ist.

Wenn wir eine neue Sicht auf die Welt schaffen, können wir Möglichkeiten schaffen, die über den Horizont hinausgehen. Ich habe immer geglaubt und werde auch weiterhin glauben, dass Sport und Bildung die Welt verändern können.

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