Zweiter Standort in Kiel: Klaus-Groth-Schule wird auch KICKFAIR-Partnerschule

Die Theodor Storm Gemeinschaftsschule auf der einen Stadtseite von Kiel, die Klaus-Groth-Schule auf der anderen Seite der Stadt. Beide befinden sich in Stadtteilen, die als strukturell benachteiligte Stadtteile gelten – sozio-ökonomisch eher schwach, sozio-kulturell sehr heterogen. Die Schülerschaft an beiden Schulen international sehr vielfältig.

Genau das sehen beide Schulen aber nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance. Mit KICKFAIR wollen sie gemeinsame Lernräume schaffen, ein voneinander und miteinander Lernen in dieser Vielfalt langfristig verankern und so das friedliche Miteinander an ihren Schulen fördern. Dabei arbeiten sie eng mit der „Kieler Kuhle“ zusammen, um das unterrichtliche und außerunterrichtliche Lernen eng mit dem KICKFAIR Konzept zu verzahnen.

Die Theodor Storm Gemeinschaftsschule hat bereits eine Jugend-Orga-Gruppe aus den 7. und (ab dem kommenden Schuljahr auch) 8. Klassen installiert und es finden regelmäßige KICKFAIR Aktivitäten in allen 6. und 7. Klassen rund um das Thema Straßenfußball und Begegnung statt. Konkrete Pläne für die weitere Verankerung gibt es auch. Nun steigt auch die Klaus-Groth-Schule mit ein – unterstützt vom Jugend-Orga-Team der Theodor Storm Gemeinschaftsschule und von Armando aus Paraguay.

Im Rahmen einer KICKFAIR Projektwoche wurde die 5. und 7. Klasse in die Straßenfußball-Spielweise eingeführt (in Theorie und Praxis). In mehreren Begegnungsworkshops setzten sie sich mit ihrer eigenen Vielfalt innerhalb ihrer Klassengemeinschaft und Schule auseinander, lernten sich neu kennen, tauschten sich mit Armando über Paraguay und mit Javiera über Chile (und den Straßenfußball dort) aus und entwickelten fortlaufend neue Fähigkeiten im Miteinander – sowohl im Klassenzimmer als auch draußen auf dem Straßenfußball-Spielfeld.

„Die Woche über hatte ich mehrmals Gänsehaut. KICKFAIR bietet ganz neue Erfahrungsmöglichkeiten – und ich bin begeistert, wie sich die Schüler*innen allein in dieser Woche entwickelt haben. Einige wollen jetzt selbst eine Jugend-Orga-Gruppe hier gründen – für mich die beste Voraussetzung, das Projekt hier weiter voran bringen zu können“

[Antonio Küntzler von der Kieler Kuhle und Schulsozialarbeiter an der Klaus Groth Schule]