Bei KICKFORMORE in Gelsenkirchen kommt nun die „3. Generation“ ins Projekt

Am 9. und 10. Juli fanden erneut die „KICKFORMORE Begegnungstage“ an der Schule am Berger Feld statt, an denen 200 Schüler*innen aus allen sieben Klassenverbünden der 6. Klassenstufen teilnahmen. Die Begegnungstage verbanden gemeinsames Spielen (im Straßenfußball Turnier) mit gemeinsamem Lernen (in vielfältigen Workshops). Organisiert wurden sie von Jugendlichen aus dem KICKFORMORE Jugend-Orga-Team. Hier engagieren sich die „Alt-Orgas“ – Maya, Mahmoud, Marlon, Umaima, Bianca, Rozayma, Raphael, Noel – aus der 9. Klassenstufe, die seit Projektbeginn dabei sind. Als die Älteren sind sie nicht nur Mitorganisator*innen, sondern auch Mentor*innen für den „Orga-Nachwuchs“ – Efe, Ben, Damian, Kim, Emelie – Schüler*innen der 8. Klassenstufe, die bereits in die Rolle der Straßenfußball-Organisator*innen und Mediator*innen hineinwachsen.

Mit den Begegnungstagen haben sie gemeinsam KICKFORMORE den Jüngeren aus den 6. Klassen vorgestellt und sie eingeladen, ebenfalls Teil des Projektes zu werden. Darüber hinaus wollen sie Jugendliche, die im Schulalltag außerhalb ihrer Klassenverbünde wenig Kontakt haben, zusammenbringen – einschließlich der Schüler*innen aus den Inklusionsklassen. Sie brachen alle Klassenverbünde auf, bildeten für diese Tage ganz neue, gemischte Teams, losten ihnen die Länder der Fußball-Lernen-Global Partnerorganisationen aus aller Welt zu und ließen sie unter dieser „Flagge“ gemeinsam spielen (und lernen). In einem bunten Programm aus Interaktionsspielen, Wabenworkshops und Straßenfußball-Workshops mit Armando aus der KICKFAIR Partnerorganisation Pa´i Púku in Paraguay kamen die Schüler*innen in Kontakt, in Austausch und lernten sich näher kennen. Am Vielfalt-Turniertag spielten 22 Teams auf 3 Spielfeldern in den gemischten Teams Straßenfußball, und vereinbarten gemeinsam Regeln. Tanzeinlagen von Projektteilnehmenden und die Präsentation des KICKFAIR Hip-Hop Songs aus dem KICKFAIR Festival im Mai in Stuttgart waren Teil des Rahmenprogramms.

„Der Hammer – man muss an so viele Dinge gleichzeitig denken, dass alles passt. Ich bin da jedes Mal total nervös. Und alleine geht so was auch nicht, aber als Team. Und das ist auch das, was ich diesmal versucht hab‘, den Jüngeren klar zu machen: Hey, Du bist nicht alleine, wenn Du was nicht kannst, dann kann’s jemand anders.” (Noel)

In verschiedenen Rollen und Aufgaben Verantwortung zu übernehmen und dabei wichtige Kompetenzen zu lernen, ist Teil des KICKFAIR Konzepts. Diese Lernprozesse werden entsprechend begleitet. Gerade hier auch erfahrene Youth Leader aus anderen KICKFAIR Standorten als Begleiter*innen einzubinden, ist Teil davon. Und so kam auch diesmal wieder entsprechende Verstärkung aus Offenburg, Schwäbisch Gmünd, Stuttgart (Ostfildern) und Berlin: „Ich muss immer ein bisschen lächeln, wenn ich sehe, wie nervös die alle sind – aber hey, mir ging es früher genauso. Aber für mich ist es gut, das so zu erleben – weil ich dann selbst auch sehe, wie viel ich in den letzten Jahren für mich dabei gelernt habe. (Evi)

„Die Begegnungstage waren wieder ein voller Erfolg“, meint Conny Neumann, die mit ihrer Kollegin Heide Meyer-Fredrich das Projekt an der Schule begleitet. „Wir erleben die Schüler*innen da von einer Seite, die uns im Schulalltag oft verborgen bleibt. Das verändert unser Verhältnis zueinander und macht es leichter – für uns alle. Ich freue mich schon drauf, wenn wir nach den Sommerferien die Folgeaktivitäten durch das neue Schuljahr planen“, so Conny Neumann.

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