KICKFAIR Youth Leader – Nachwuchswochenende in Bad Tölz

Vom 13.-15. April trafen sich 35 Jugendliche und junge Erwachsenen aus den KICKFAIR Standorten Bad Tölz, München, Nürnberg, Offenburg, Ostfildern und Speyer in Bad Tölz zum Austausch. Die Teilnehmenden setzten sich zusammen aus den 30 jüngeren Jugendlichen, die sich als Straßenfußball-Mediator*innen und Straßenfußball-Organisator*innen in ihren KICKFAIR Standorten engagieren, sowie fünf älteren Jugendlichen, die sie als Youth Leader in diesen Aufgaben begleiten. Das Treffen in Bad Tölz war für die Meisten das erste überregionale KICKFAIR Treffen. Und so standen hier das gegenseitige Kennenlernen und der Erfahrungsaustausch zu ihrem KICKFAIR Engagement im Mittelpunkt.

Am ersten Tag wurde mit den KICKFAIR Begegnungsmodulen gearbeitet: Damit kamen einerseits die Jüngeren in Begegnung, gleichzeitig konnten aber auch die Älteren üben, mit diesen Begegnungsmodulen zu arbeiten – sie haben die Workshops nämlich mit angeleitet. Beim Speeddating erzählten die „Nachwüchsler“ von sich und ihrer Arbeit in den lokalen Jugend-Orga-Teams. In der Arbeit mit den KICKFAIR Waben wurde das dann vertieft. Die älteren Youth Leader hatten eine Doppelrolle – sie haben die Workshops mit geleitet, selbst aber auch mitgemacht, um ihre langjährige Erfahrung bei und mit KICKFAIR zu teilen, den Jüngeren einen Einblick in die Rolle als Youth Leader zu geben, was diese mit sich bringt und wie die Jüngeren selbst in diese Rolle hineinwachsen können.

Mit dem Film „Spielen für eine andere Welt“ über die KICKFAIR Partnerorganisation CHIGOL in Chile wurde die globale Dimension von KICKFAIR in der internationalen Lernkooperation Fußball-Lernen-Global vorgestellt.

Der zweite Tag des Nachwuchswochenendes drehte sich um Straßenfußball: Wo ist der Ursprung und wo sind die Wurzeln in Kolumbien? Und wie spielen wir aktuell KICKFAIR bei KICKFAIR. Besonders interessant war, dass Marcelline Einblicke in die Arbeit der KICKFAIR Partnerorganisation Esperance gab und vorstellte, nach welchen Regeln Straßenfußball in Ruanda gespielt wird. Das führte zu spannenden Diskussionen, weil deutlich wurde, dass Straßenfußball und die Art zu spielen sowohl bei KICKFAIR als auch bei Esperance mit den jeweiligen gesellschaftlichen Herausforderungen zu tun hat.
Dann ging es um die Straßenfußball Mediation – eine Rolle, die alle in ihren lokalen Standorten übernehmen. In Rollenspielen wurden herausfordernde Situationen in allen drei Halbzeiten dargestellt, für die die Jugendlichen gemeinsam Lösungsansätze entwickelten.

Am dritten Tag beschäftigten sich die Jugendlichen und Youth Leader mit ihren Standorten und gingen in die konkreten Planungen für die kommenden Wochen und Monaten. Dazu gehören Workshops mit Youth Leadern aus den internationalen Partnerorganisationen, vertiefende Auseinandersetzungen mit den Fragen „Wer bin ich – wer bist du – wer sind wir gemeinsam?“ und anstehende Turniere.

Ein großes Highlight steht ja schon Mitte Mai an: das bundesweite KICKFAIR Festival in Ostfildern. Und da sind sich alle einig: „Die Tage hier waren viel zu kurz! Wir freuen uns schon riesig auf ein Wiedersehen mit allen beim KICKFAIR Festival in Ostfildern“. Und Yusuf meint zufrieden: „Am besten hat mir gefallen, dass wir so viele neue Menschen kennenlernen durften. Sogar aus Indien und Ruanda war jemand da“….

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