Das diesjährige Festival war vielfältig, erfolgreich und hat riesig Spaß gemacht

Vom 27. bis 30. September fand das KICKFAIR Festival und Zukunftsforum 2018 auf dem Trendsportfeld in Ostfildern statt. Aus Emden, Kiel, Berlin, Gelsenkirchen, München, Offenburg und vielen anderen KICKFAIR Standorten in Deutschland fuhren über 150 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren, KICKFAIR-Youth Leader, Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen in die Nähe von Stuttgart, um dabei sein zu können.

Jugendliche kommen in Interaktion und erleben die Vielfalt des Straßenfußballs
Die drei Festival-Tage verbrachten die Teilnehmer*innen in gemischten Teams: Ältere und Jüngere, Mädchen und Jungen, aus unterschiedlichen Standorten und mit verschiedenen Hintergründen. In ihren neuen Teams spielten sie Straßenfußball, lernten die Organisationen im Lernnetzwerk Fußball-Lernen-Global kennen und probierten deren Spielweisen aus. Gemeinsam setzten sie sich mit Vielfalt auseinander – auf dem Spielfeld und über den Spielfeldrand hinaus. Beim „Straßenfußball-Vielfalts-Turnier“ am Samstag und Sonntag spielten sie für die Fußball-Lernen-Global Länder. Das Turnier war Teil des globalen „Diversity-Cups“, bei dem lokale Turniere weltweit in eine gemeinsame globale Tabelle zählen.

Youth Leader organisieren die Aktivitäten für die Jugendlichen
Die KICKFAIR Youth Leader sind tragende Säulen aller KICKFAIR Aktivitäten – lokal, bundesweit und international. Ohne sie wäre ein solches KICKFAIR-Festival nicht möglich. Sie nehmen die Jüngeren an die Hand und geben ihr Wissen an sie weiter. In den Festival-Tagen haben sie die unterschiedlichen Straßenfußball- und Begegnungsworkshops mitgestaltet aber auch das Straßenfußball-Vielfalt-Turnier organisiert. Mit ihrem Engagement, ihrer Freude und ihren ganzen Erfahrungen begeistern sie die Jüngeren, für die sie Vorbilder sind.

Youth Leader Zukunftsforum
Seit letztem Jahr steht das Thema „Vielfalt“ im Mittelpunkt vieler Workshops. Youth Leader setzen sich mit ihren Biographien, Hintergründen und Identitäten auseinander. Sie sprechen offen über das was sie trennt und eint. Dabei geht es auch darum, wie Straßenfußball zu mehr Vielfalt beitragen kann und welche Verantwortung wir einzeln und gemeinsam tragen.
Im Rahmen des diesjährigen Festivals haben die Youth Leader eine Vision für die Zukunft entwickelt. Unter anderem soll es bis 2050 keine nationalen Identitäten mehr geben – sie sehen sich in einer Zukunft, in dem wir alle Erdenbürger sind: es gibt einen „Weltpass“, mit dem jeder Mensch überall hin und zu Hause sein kann.

Peer-to-Peer Austausch zwischen Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen
Das KICKFAIR-Konzept umfasst verschiedene Bildungsbausteine, die bedarfsorientiert und lokal angepasst umgesetzt werden. Kein KICKFAIR-Standort ist wie der andere. In dieser Verschiedenheit liegt ein großes Potential an Knowhow und Wissen, das ausgetauscht und weitergegeben wird. KICKFAIR systematisiert daraus immer wieder Materialien, mit den alle Schulen ihre Bildungsprozesse vor Ort unterstützen können.

Stimmen zum Festival:

„Am Anfang hatte ich voll Angst vor den Großen. Die waren so laut. Aber im Straßenfußball haben sie mich voll unterstützt und mir geholfen. Das war echt toll.“ (Tatjana, Schülerin)

„Mir wird hier immer wieder bewusst, wie unterschiedlich die Schulen und Systeme in Deutschland sind. Wenn die Kolleg*innen aus ihren Schulen berichten, dann brauche ich immer erst einen Moment um zu verstehen, wie Schule dort abläuft. Wenn wir dann aber über Probleme und Herausforderungen sprechen und wie wir damit umgehen, dann ist das einfach total wertvoll, weil man Vieles auch für sich mitnehmen kann.“ (Korbinian, Lehrer)

„Am Anfang war es schon komisch, dass ich jetzt nicht mehr das Turnier geleitet habe und auch kein Teamer war. Aber dann habe ich gemerkt, dass jetzt eben die Jüngeren dran sind. Und dass sich meine Rolle verändert hat. Jetzt stehe ich neben ihnen und unterstütze sie, wenn sie meine Hilfe brauchen“ (Salim, Youth Leader)

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