Unite people: Youth Leader aus dem KICKFORMORE Standort in Schwäbisch Gmünd bringen Jugendliche mit und ohne aktueller Fluchtgeschichte aktiv zusammen

Zwei Themen beschäftigt die Youth Leader im Projektstandort in Schwäbisch Gmünd in den letzten Monaten intensiv. Das eine Thema betrifft die Stärkung ihres Projektstandortes mit einer konkreten Verortung – die Idee: ein „eigenes“- Projektbüro an der Jugendmeile – ein Multifunktions-Sportplatz mit Bürogebäude mitten in Schwäbisch Gmünd. Das Projektbüro ist für sie ein Ort der Planung, Gestaltung und Weiterentwicklung ihres Projektes sowie eine Plattform für Austausch und Begegnung zwischen Jugendlichen aus Schwäbisch Gmünd (und darüber hinaus).

Das andere Thema betrifft die Einbindung von jugendlichen Flüchtlingen, die in den letzten Monaten nach Schwäbisch Gmünd gekommen sind (und denen, die noch kommen werden). Einige der Youth Leader (oder ihre Eltern) haben selbst eine Migrationsgeschichte. Hamad, 19 Jahre, kommt zum Beispiel aus dem Libanon und sagt „Ich kann mich in die Situation der Jugendlichen noch rein versetzen. Ich weiß noch, wie sich das anfühlt, fremd zu sein.“ Erdan, 20 Jahre, aus dem Kosovo, geht es ähnlich: Mit hat KICKFORMORE viel dabei geholfen, mich zu orientieren. Und ich will jetzt auch anderen helfen, die Hilfe brauchen. Ich finde es wichtig, dass wir unsere Gruppe auch für jugendliche Flüchtlinge öffnen.“

Wesentlich für die Gruppe ist es, nicht „einfach“ etwas für Flüchtlinge zu machen, sondern etwas mit ihnen und über gemeinsame Projektaktivitäten in den Austausch zu kommen, sich zu begegnen und perspektivisch Ideen, Inhalte und Aktivitäten gemeinsam weiter zu gestalten. „Wir wollen, dass sich die Jugendlichen hier wohl fühlen können – egal, ob sie schon immer in Schwäbisch Gmünd sind oder gerade erst zu uns kommen“ meint Vanessa, 18 Jahre. „Mit einem eigenem Büro an der Jugendmeile könnten wir alles das auf den Weg bringen und solche Angebote mit gestalten“, ergänzt Hamad.

Die Idee der Jugendlichen findet viel Unterstützung bei der offenen und der mobilen Jugendarbeit vor Ort. Sie wollen die Gruppe in ihrem Vorhaben begleiten und haben ihnen angeboten, jeden Mittwoch zwischen 17:00 und 18:30 das Büro und den Platz an der Jugendmeile für ihr Projektvorhaben nutzen zu können.

Fredi Bobic, KICKFAIR Botschafter und Laureus-Ambassador für KICKFORMORE unterstützt die Jugendlichen in ihrem Projektvorhaben

Mit diesen Ideen und Möglichkeiten sind sie auch auf Fredi Bobic zu gegangen, der von Anfang an begeistert war: „Ich kenne die Jugendlichen ja schon ein bisschen – aber das, was sie da auf die Beine stellen wollen, das ist schon grandios und hat Modellcharakter“, sagt Bobic. Seit sie ihm ihr Projektvorhaben vorgestellt haben, unterstützt er sie aktiv in der Verwirklichung ihrer Ideen. So oft er kann, ist er bei den Planungstreffen dabei und hilft ihnen, wie sie ihre Ideen in die Realität umsetzen können.

Aktuell entwickeln sie bereits einen Projektplan mit konkreten Inhalten, Zielen, Maßnahmen und dem damit verbundenen Finanzierungsplan.

Eine Anschubfinanzierung haben sie bereits: unter dem Titel „Unite people“ fördert die Laureus Sport for Good Stiftung mit einer privaten Spende von Daimler Managern den Beginn des Projektes.

Öffnung des Projektbüros ist am 20. April – Auftaktveranstaltung am 29. Juni

Ab 20. April besetzt nun die Youth Leader Gruppe jeden Mittwoch von 17:00-18:30 das Projektbüro mit „People united- promoted by KICKFORMORE“. Bis dahin gibt es einen Informationsflyer zum Projektangebot, den die Youth Leader neben deutsch auch auf Arabisch, Persisch, Albanisch und Englisch übersetzen.

Am 29. Juni ist dann der offizielle KICK-OFF: neben einem Turnier für Jugendliche werden die Jugendlichen Vertretern und Vertreterinnen der Stadt sowie Medien und anderen Interessierten ihr Projekt vorstellen.

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