„Friedensturnier“ verbindet Jugendliche für ein gleichberechtigtes Zusammenleben in Vielfalt und Frieden

Am 14. März spielten 100 Schülerinnen und Schüler aus den 5., 6. und 7. Klassen der Erich Kästner Gemeinschaftsschule in Ostfildern ihr „Friedensturnier“. Die Organisation übernahm das „KICKFORMORE Jugend-Orga-Team“. Mit dieser Veranstaltung wollen sie ihre Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens in Vielfalt weiter in die Schule tragen. So haben sie Jugendliche aus den Regelklassen, Jugendliche mit Handicap und Jugendliche Flüchtlinge, die neu an der Schule sind gleichermaßen eingeladen. Im Vorfeld zum Turnier sind sie in die unterschiedlichen Klassen und haben ihre Idee sowie die Spielweise vorgestellt. 100 Schüler und Schülerinnen haben sich angemeldet.

Das Straßenfußball- Friedensturnier:
Gespielt wurde in bekannter Form: in gemischten Teams, ohne Schiedsrichter, mit Straßenfußball-Mediatoren/-innen und den in der Dialogzone verhandelten Fairness-Regeln. Aber: diesmal hieß gemischte Teams auch, sich aus dem Klassenverband zu lösen, nicht mit den Kumpels zu spielen – sondern die Teams wurden aus allen Teilnehmenden zusammen gelost. „ Die Spiele waren so fair, das kenne ich auch anders“, meinte Lukas vom Jugendorgateam.

Straßenfußball- Frieden und Zusammenleben in Kunst und Fotografie:
„Zusammenleben in Vielfalt und Frieden“ ist ein Querschnittsthema an der Erich Kästner Gemeinschaftsschule, das mit KICKFAIR schon seit mehreren Schuljahren gemeinsam gestaltet wird – immer mit verschiedenen Schwerpunkten. In diesem Zusammenhang wurde im Vorfeld zum Turnier über mehrere Wochen bereits mit den Jugendlichen zum Thema Frieden und Zusammenleben gearbeitet und mit dem Lehrplan in Kunst, in Deutsch und in Religion verknüpft. So konnten sich die Turnierteilnehmer/-innen neben dem Spielen auch über Kunst und Fotografie, mit dem Thema auseinandersetzten. Die Ergebnisse werden in der kommenden Woche in der Schule präsentiert und mit der „Siegerehrung“ des Turniers feierlich verbunden. „Ich freue mich auf die Präsentation der Ergebnis nächste Woche, ich bin begeistert, mit viel Freude und Kreativität die Jugendlichen das Thema umgesetzt haben“ sagt Sebastian von KICKFAIR.

KICK FOR UNDERSTANDING – PLAY FOR PEACE: Das Friedensturnier verbindet Jugendliche in Deutschland, Israel und Palästina
Als Teil des gemeinsamen Projektes von KICKFAIR mit dem Peres Center for Peace (KICK FOR UNDERSTANDING PLAY FOR PEACE) bringt das Turnier auch Jugendliche aus Ostfildern mit Jugendlichen aus Israel und Palästina zusammen. In diesem Jahr ist das verbindende Element nicht die zeitgleiche Organisation (wie in Jahren davor), sondern die gemeinsame Tabelle. In diese Tabelle zählen nicht nur die Punkte für geschossene Tore oder gewonnene Spiele, sondern die Teams konnten sich noch Zusatzpunkte beim „Sprach-Training“ holen. Das Sprachtraining haben die KICKFAIR Jugendlichen von Jugendlichen des Peres Center for Peace gelernt. Im letzten Jahr hatten sie nämlich Besuch von Saád und Lior aus Israel (mehr dazu). Während des Austauschs haben die beiden präsentiert, wie sie Fußball spielen mit „Language-Training“ verknüpfen und so Sprachbarrieren überwinden. Das hat überzeugt – und die Jugendlichen haben es mittlerweile in ihr Projekt hier mit aufgenommen.

Nun fiebern die Jugendlichen den Tabellenergebnissen entgegen – in Israel, wie in Deutschland gleichermaßen – denn das Friedensturnier in Israel hat bereits vergangene Woche statt gefunden.

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