Erfolgreiche Eröffnung der Ausstellung „Lifetalk“ – trotz Dauerregen und Schnee

Unglaublich – es kamen richtig viele Leute, die sich trotz Regen und Schnee durch die Ausstellung drängten. Das Festzelt, das extra für die Vernissage im Glaspalast des Kulturhauses aufgebaut wurde, war randvoll – es hätten nicht mehr Besucher rein gepasst. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele Menschen für unsere Geschichten interessieren – und die Stimmung war echt toll“ meinte Irem, die am Mittwoch gemeinsam mit anderen Projektteilnehmern und – Teilnehmerinnen Lifetalk dem Publikum vorgestellt hat.

Lifetalk ist ein Begegnungs-und Bewegungsraum für Jugendliche mit und ohne Flüchtlingsgeschichte in München (-Milbertshofen). Im Mittelpunkt des Projektes stehen Austausch, gemeinsames Lernen und Erleben sowie den Anschluss in eine Zukunft mit positiven Perspektiven zu finden – persönlich und beruflich. Dies geschieht in „Projektbausteinen“, die Straßenfußball, Begegnungs-Workshops und das Erleben verschiedener Berufsfelder bei BMW miteinander verknüpfen.

„Beim Straßenfußball kann ich Leute kennen lernen“ meint Zabi aus Afghanistan, der seit zwei Jahren in München lebt… „und es macht Spaß – es spielen sogar Jungen und Mädchen zusammen, das kannte ich vorher nicht“ ergänzt ihn Ibrahim aus Mali. Mirhan aus der Mittelschule an der Schleißheimer Straße in München-Milbertshofen erzählt, er sei durch die gemeinsamen Erfahrungen viel offener geworden. Und Irem, die in die gleiche Klasse geht sagt: „ich war erst total schüchtern, wusste gar nicht wie wir miteinander umgehen sollen. Das sieht jetzt ganz anders aus – ich habe ein völlig anderes Bild als vorher…. und Kata ergänzt: „durch den ganzen Austausch habe ich fest gestellt, dass wir gar nicht so unterschiedlich sind, dass wir eigentlich alle gleich sind. Ich habe jetzt überhaupt keine Angst mehr vor diesem Thema. Dazu sagt Deniz“… ja, ich hab’ jetzt auch ein ganz anderes Bild, als das, was wir immer über die Medien erzählt bekommen.“ Für Salim (der vor ein paar Jahren selbst aus dem Irak nach Deutschland kam) war interessant, dass sie in einem Moment mal fest gestellt hatten, dass 5 Teilnehmer 9 Sprachen können – da meinte er „… das ist doch geil, guck’ mal, was wir alles können, wie vielfältig wir sind!“.

Die Einsichten in verschiedene Berufsfelder durch und bei BMW fanden alle Lifetalk-Jugendlichen gleichermaßen bereichernd. Sie haben neue Berufe erfahren, die sie vorher gar nicht kannten. Die Tatsache, dass sie von BMW-Auszubildenden begleitet wurden war für sie dabei ausschlaggebend: „da ist man offener, stellt mehrFfragen und checkt mehr“ meint Save.

Die Ausstellung wird nach dem Kulturhaus Milbertshofen ab 15. Februar noch an verschiedenen Orten rund um BMW zu sehen sein.

Details zum Projekt und zur Ausstellung gibt es  im Begleitheft.

Weitere Fotos auch unter facebook.

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