Spielbericht Garbsen: Der Spielbetrieb in der Nikolaus Kopernikus Hauptschule Garbsen bewegt soziales Miteinander der Schule

Die Projektentwicklungen der letzten Monate aus der Sicht der Projektbegleiter vor Ort:

Mit viel Energie kam die Straßenfußballgruppe ‚Spielbetrieb’ der Nikolaus Kopernikus Hauptschule in Garbsen aus der Sommerpause zurück. Die Freude und das gestärkte Selbstbewusstsein durch das gelungene erste Turnier vor den Ferien war der Gruppe anzumerken und es dauerte nicht lange bis die ersten Ideen und Pläne für ein Folgeturnier geschmiedet waren. Die Gruppe diskutierte verschiedene Möglichkeiten und entschied sich letztlich dafür, ein Willkommensturnier für die 5ten und 6ten Klassen zu veranstalten – das erste vollständig selbstorganisierte Turnier des Spielbetrieb Garbsen!

Spielbetrieb wird weiter in der Schule verankert

Das Turnier für die neuen Kinder an ihrer eigenen Schule war nur einer von mehreren Bausteinen, mit denen seit Schuljahresbeginn Straßenfußball als Bildungskonzept schrittweise weiter in Garbsen verankert wurde. Mitte Oktober setzte sich KICKFAIR ein weiteres Mal mit dem Kollegium der Schule zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Projekt zu besprechen und die Ausrichtung der kommenden Monate und 2015 abzustimmen. Darauf aufbauend begann die Straßenfußballgruppe in den letzten Monaten ihre persönlichen Erfahrungen in der AG an Jüngere weiterzugeben. So führte die Gruppe im September Straßenfußball-Workshops für die Fünft- und SechstklässlerInnen durch und ging zusammen mit Sebastian Gajardo aus dem KICKFAIR Partnerprojekt Chigol (Chile) im Dezember erneut in die fünften Klassen, um einen internationalen Straßenfußball-Tag zu Fairplay und Werten im sozialen Miteinander in der Schule und im Alltag zu gestalten. Dabei gab Sebastián spannende inhaltliche Impulse und neue Ideen ein.

Die Gruppe integriert neue Schülerinnen und setzt sich ambitionierte Ziele

Nicht nur in der gesamten Schule wuchs das Projekt, sondern auch die Straßenfußball-Gruppe selber ist im Sommer größer geworden. Angeregt von der Methode Straßenfußball, in der Jungen und Mädchen gemeinsam spielen, entschieden die bis dahin 11 Jungen und ausgebildeten Teamer nach den Ferien, Werbung in ihren Klassen zu machen – mit dem Ziel weitere Mädchen für die Teilnahme zu begeistern. Sie mobilisierten sechs Mädchen für ihr Projekt. In dieser neuen Zusammensetzung sprachen die ‚neuen’ und ‚alten’ der Gruppe über die Vision von Straßenfußball, entwickelten jeweils eigene Techniken des Teamens und wuchsen so als Gruppe zusammen.

Gelungenes Turnier mit neuen Herausforderungen

Das Willkommensturnier fand schließlich am 24. Oktober auf dem Hof zwischen der Nikolaus Kopernikus Hauptschule und der angrenzenden Realschule statt und war ein voller Erfolg! In den Wochen vor dem Turnier beschäftigte sich die Gruppe mit der Methode Straßenfußball und mit konzeptionellen und organisatorischen Fragen. Die offenen Fragen besprachen sie anschließend mit dem Schulleiter, den Sozialpädagoginnen der Schule und den LehrerInnen. Alle machten mit und für alle konnten passende Rollen und Aufgaben in der Vorbereitung und während des Turniers gefunden werden.

Positives Feedback von allen Seiten und viele Ideen für die Zukunft

Sowohl das Turnier als auch das Engagement der Straßenfußball-Gruppe über die AG hinaus, wurde von den LehrerInnen der Schule und den beteiligten Kindern begeistert wahrgenommen und es entstanden verschiedene neue Ideen, wie im alltäglichen Schulleben der Fairplay-Gedanke und die beim Straßenfußball lebendigen Fähigkeiten der SchülerInnen genutzt und ausgebaut werden können. Und auch die Spielbetrieb-Gruppe selber war zufrieden, so zum Beispiel Kristian : „Es hat echt alles geklappt und wir können echt zufrieden sein. Und vielleicht können wir ja nächstes Jahr dann wieder ein Turnier machen?“. Gleichzeitig wurden auch Schwierigkeiten nicht verschwiegen, so zum Beispiel von Tugay: „Das war heute anstrengend und manchmal war das Teamen auch sehr schwer. Aber am Ende war es doch gut, daß alles geklappt hat!“

Nache den Weihnachtsferien wird die Projekt-Gruppe ihre Ideen diskutieren und darüber entscheiden, was wie weiter verfolgt wird.  So soll zum Beispiel wieder ein Turnier organisiert und die Mentoren-Arbeit mit den 5ten Klassen weitergehen.

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