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Basics

Sebastian Fritz ist 23 Jahre alt und in Ostfildern bei Stuttgart geboren und dort auch aufgewachsen. Er hat die Hauptschule besucht, hat den Realschulabschluss nachgeholt und ist dann aufs Gymnasium. Nach dem Abitur hat er ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und studiert nun Kunstgeschichte und Soziologie.

 

 

 

 

Antworten von Sebastian

  • Was habe ich bei Kickfair gelernt?
    Ich bin schon dabei, seit ich 11 Jahre alt war – eine halbe Ewigkeit also. Am Anfang habe ich einfach nur mit gekickt. Und dabei hatte ich Spaß. Es hat mir auch gefallen, Jugendliche aus anderen Städten und Ländern kennen zu lernen. Aber ich habe mir nie Gedanken gemacht, was mir das jetzt bringt, ich habe einfach gerne mit gemacht. Erst viel später habe ich kapiert, was ich alles gelernt habe. Im Tun und Spass beim Straßenfußball merkst Du gar nicht, dass das alles auch wichtige Kompetenzen für spätere Berufsfelder sind, die da spielerisch gelernt wurden. Von Außen betrachtet bin ich eigentlich heute ganz gut dabei. Ich habe nach der Hauptschule den Realschulabschluss gemacht, das Abitur in der Tasche und bin seit 2 Semestern Student an der Universität in Tübingen. Niemand sieht und fragt mehr danach, wie das eigentlich ist, als 5. Klässler auf der Hauptschule zu landen. Als ich da hin kam dachte ich ok – das war es jetzt – Sackgasse. Abgestempelt als Loser ohne Selbstvertrauen und ohne große Perspektive. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dassgerade da der Grad sehr schmal ist, sich erst recht hängen zu lassen. Der Straßenfußball war so gesehen enorm wichtig für mein Leben. Durch den Austausch mit Jugendlichen aus anderen Projekten, auch im Ausland, habe ich kapiert, wie viel mir das bringt, Englisch zu können.
  • Wie habe ich mich persönlich verändert?
    Ich bin organisierter und strukturierter, habe gelernt Dinge selbst in die Hand zu nehmen, auf Leute zu zugehen, mich mit zuteilen und auszutauschen. Ich bin selbstständiger und selbstbewusster geworden.
  • Warum engagiere ich mich jetzt auch für jüngere im Projekt?
    Straßenfußball mit KICKFAIR ist wichtig und ist nie zu spät für’s Leben. Ich hoffe als Youth Leader damit genau so erfolgreich zu sein, wie meine Unterstützer und Mentoren früher. Ich will nun, dass die Projektteilnehmer Straßenfußball mit KICKFAIR spielen. Ich brauche dabei nicht zu sagen, dass dieser Straßenfußball wichtig fürs spätere Leben ist. Ich habe meine Geschichte, ich bin Straßenfußballer und ich sitze noch im gleichen Boot. Ich weiß das ist ein Vorteil. Meine Geschichte ist wie sie ist und mir nicht mehr wegzunehmen. Das gebe ich mit Leidenschaft und Überzeugung weiter.
  • Was wünsche ich mir für meine Zukunft?
    Ich möchte, dass es mir gut geht und ich weiterhin meinen Weg im Leben finde. Beruflich würde ich gerne etwas mit Mediengestaltung machen.