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Basics

Hamad heißt eigentlich Mohamad und ist 18 Jahre alt. Seine Eltern kommen aus dem Libanon, er ist aber in Schwäbisch Gmünd (in der Nähe von Stuttgart) geboren, wo er auch heute lebt. Er war erst auf der Hauptschule, dann auf der Kaufmännischen Schule, und besucht jetzt das Wirtschaftsgymnasium. Hamad hat noch 7 Geschwister. Er ist seit 4 Jahren in den Projekten aktiv.

 

 

 

 

Antworten von Hamad

  • Was habe ich bei Kickfair gelernt?
    Ohne KICKFAIR hätte ich es vielleicht nicht auf das Gymnasium geschafft. Das Ding ist nämlich, dass das, was ich brauche, um hier auf dem Gymnasium klar zu kommen, das ist das, was ich im Projekt gelernt hab’. Also auf der Hauptschule, da war es lässig, da konnte man die Dinge gechillt angehen. Irgendwie hat es immer funktioniert. Auf der Realschule wurde es dann schon schwieriger – also da musste man schon mehr lernen, um klar zu kommen. Und jetzt auf dem Gymnasium ist es noch mal ganz anders – die Fächer sind schwer, Du musst Dich anstrengen, um voran zu kommen und Du musst selbst Verantwortung übernehmen, also Dich selbst organisieren, damit Du einen guten Abschluss bekommst. Das sind so die Sachen, die ich auch im Projekt gelernt hab – also zunächst mir auch was zu zutrauen (wenn Du mich in der Hauptschule gefragt hättest, da hätte ich Dir eher gesagt, dass ich’s bestimmt auf das Gymnasium schaff’). Aber auch Verantwortung für mich selbst zu übernehmen, für das was ich mach’ und wie – oder auch nicht mach’ und warum. Außerdem hab’ ich gelernt mich zu organisieren – also ich weiss halt jetzt, was wichtig und weniger wichtig ist, kann mir die Sachen einteilen und auf ein Ziel hin arbeiten. Das hab’ ich früher nicht gekonnt – da hab’ ich mich wie gesagt einfach lässig durchgechillt. Jetzt hab’ ich das Ziel was mit IT oder Wirtschaft zu machen und um das machen zu können, brauch ich einen guten Abschluss – egal ob ich ne Ausbildung mach’ oder auf die Uni geh’. Man lernt bei KICKFAIR auch miteinander klar zu kommen.Die Religion oder die Hautfarbe spielen einfach keine Rolle. So in der Schule oder an anderen Orten geht’s irgendwie schon oft darum, wo Du jetzt her kommst und welche Religion Du hast. Und je nach dem bist Du dann da akzeptiert oder nicht. Bei KICKFAIR ist das nicht so. Ich habe gelernt, im Team zu handeln.
  • Wie habe ich mich persönlich verändert?
    Ich habe mir früher nie etwas sagen lassen. Jetzt ist mir klar, dass Kritik gut und wichtig ist, dass man so dazu lernen kann. Ich bin offener geworden und selbstbewusster, auch selbstsicherer. Ich traue mir was zu und ich bin verantwortungsbewusster. Ich übernehme Verantwortung- für mich und für andere. Und ich bin teamfähig.
  • Warum engagiere ich mich jetzt auch für jüngere im Projekt?
    Dass da Ältere Jugendliche mit jüngeren was machen und die Älteren den Jüngeren was bei bringen find ich gut. Weil irgendwie lernt man da leichter und es macht mehr Spaß. Und so war das auch bei mir im Projekt. Erst gehörte ich zu den Jüngeren und hab von den Älteren gelernt… also gerade so was ist das mit dem Straßenfußball, wie spielen wir zusammen, wie organisiert man ein Turnier und so. Mittlerweile ist es so, dass ich zu den Älteren gehör’ und genau das den Jüngeren bei bring’. Und da ist man ja auch echt Vorbild für die, da muss man sich schon auch richtig benehmen.
  • Was wünsche ich mir für meine Zukunft?
    Persönlich wünsche ich mir gerade, dass ich meine Schule gut hin kriege und einen guten Abschluss mache, dann kann ich mich entscheiden, ob ich an die Uni will oder lieber eine Ausbildung machen.