Internationale Lernkooperation

KICKFAIR hat Partnerorganisationen weltweit, die ähnlich arbeiten. Als internationale Lernkooperation „Fußball-Lernen-Global“ tauschen wir uns aus und lernen voneinander. Für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln wir gemeinsam Lösungskonzepte, Methoden sowie Projekte, die lokal und global wirksam sind. Weitere Informationen zu Football-Learning-Global

  • Centro Educative Pa´i Puku - Chaco Boreal, Paraguay

    “Bei Pa´i Puku haben wir das Motto ´Alle spielen, alle gewinnen´. Aber was bedeutet das genau? Was muss passieren, damit alle gewinnen, alle Spaß haben und zufrieden sind? Was meinen wir genau mit ´gewinnen´? Wie gehen wir mit Kindern um, die Schwierigkeiten haben, Fußball zu spielen? Das sind die Fragen, mit denen wir uns bei Pa´i Puku beschäftigen.“ (Jorge, Paraguay)

    Das Centro Educativo Pa’i Puku ist eine Internatsschule mit ca. 600 Schülerinnen und Schülern. Die Schule liegt 160 Kilometer nordwestlich von Asunción und ist die einzige Schule in einer der trockensten Gegenden Paraguays. Die Schule ist seit vielen Jahren Partner des CDI und nutzt Straßenfußball, um die Jugendlichen und ein positives Zusammenleben an der Schule zu fördern.

  • Centro para el Desarollo de la Inteligencia (CDI) - Asunción, Paraguay

    “Alle spielen, alle gewinnen!“

    So lautet das Motto beim CDI in Paraguay. Ein Schwerpunkt des CDI liegt auf der konzeptionellen Arbeit im Bereich Bildung und Erziehung. Das CDI arbeitet dazu mit verschiedenen Akteuren aus dem Erziehungsbereich und der Politik zusammen, die für bildungspolitische Fragestellungen zuständig sind. Mit der „Escuela sin paredes“ hat das CDI ein innovatives Schulmodell entwickelt, das die Stärken und Talente der Jugendlichen einbezieht und fördert und das für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien einen Zugang zu Erziehung und Bildung öffnet.

  • CHIGOL - Gente Viva - Santiago de Chile, Chile

    “In unserem Gemeinschafts-Zentrum CHIGOL sind wirklich alle willkommen, ohne jede Einschränkung oder Bedingung. Mit dem Zentrum wollen wir den Problemen in unserem Viertel etwas Positives entgegensetzen.” (Flavio, Chile)

    Chigol gehört zur NGO Gente Viva. Chigol nutzt Straßenfußball zur Förderung der persönlichen und der gesellschaftlichen Entwicklung, für ein friedliches Zusammenleben und die Ausbildung von Young Leadern als positive Vorbilder. Der Hauptfokus liegt auf der Arbeit in Stadtvierteln und an Schulen. Das Programm belebt verlassene öffentliche Plätze wieder und schafft Räume, in denen Jugendliche zusammen kommen und ihr persönliches Potenzial und ihre Talente entdecken können. An den Schulen arbeitet Chigol in verschiedenen Themenfeldern wie Gewalt, Drogen, Gesundheit oder Umwelt.

  • ESPERANCE - Kigali, Ruanda

    “Wir haben Espérance 1996 gegründet, zwei Jahre nach dem Genozid in Ruanda. Viele Kinder und Jugendliche hatten ihre Eltern verloren und lebten allein oder bei anderen Familien. Um sie wollten wir uns kümmern. Wir wollten ihnen Hoffnung geben, dass auch sie eine bessere Zukunft haben können.” (Dominique, Ruanda)

    Die “Association des Jeunes Sportifs de Kigali – Espérance” möchte Sport und insbesondere die Spielmethode „Fußball für den Frieden“ als Medium für Gendergleichheit, Konfliktlösung, Peace Building Prozesse und HIV Prävention nutzen. Neben Straßenfußball hat Espérance die Methode „Fußball Forum Theater“ entwickelt, die Fußball mit der aus Brasilien stammenden Methode des Forum Theaters verbindet. Beide Methoden werden von Espérance auch an Schulen zur Friedenserziehung und zur Konfliktmediation eingesetzt.

  • FORMAÇÃO - Maranhão, Brasilien

    “Für mich bedeutet Straßenfußball Hoffnung, da dadurch das Leben Einzelner verändert werden kann. Und es ist sogar möglich, damit die Welt zu verändern.” (Leanderson, Brasilien)

    Formação möchte lokale Entwicklungs- und Partizipationsprozesse fördern und die Jugendlichen dazu anregen, ihr Potential als BürgerInnen zu entdecken. In ihrem Programm „Conjunto Integrado de Proyetos Jovem Cidadão“ (CIP CJ) unterstützt Formação auf vielfältige Weise die Initiierung von Jugendforen und –projekten. In diesen Foren können sich die Jugendlichen durch Ideen und Lösungsvorschläge in ihrer Kommune bürgerschaftlich engagieren.

  • Horn of Africa Development (HODI) - Marsabit, Kenia

    “Die Leute haben immer gesagt, dass man in Marsabit niemals Mädchen sehen wird, die Fußball spielen. Jetzt hier zu sitzen und sie spielen zu sehen ist für mich der schönste Moment und ich frage mich immer wieder: Träume ich oder passiert das hier gerade wirklich?” (Fatuma, Kenia)

    HODI initiiert Fußballtrainings und –spiele für Mitglieder verfeindeter Stämme. Über das öffentliche Fußballspielen von Mädchen und Frauen versucht HODI die Akzeptanz dafür in der Bevölkerung zu erhöhen und die regionale Stellung der Frau zu verbessern. Zusätzlich bietet HODI spezielle Programme, unter anderem im Bereich der Traumabearbeitung sowie kostenlose juristische Beratung an.

  • Peres Center for Peace and Innovation - Tel Aviv/Jaffa, Israel

    “Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, die „andere Seite“ zu treffen und kennen zu lernen. Durch das Peres Center for Peace konnte ich Menschen treffen, die ich sonst niemals getroffen hätte. Und nun kann ich meinen Freunden und meiner Familie davon erzählen.” (Mili, Israel)

    Das Peres Center for Peace and Innovation setzt sich für Friedensprozesse zwischen den israelischen und arabischen Nachbarn und hier insbesondere zwischen Israelis und Palästinensern ein. Über das Projekt Twinned Peace Sport Schools organisiert das Peres Center for Peace Sportaktivitäten und schafft so Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche aus Israel und Palästina sich kennen zu lernen. Dabei steht die Einbindung der Mädchen und ein friedliches Miteinander im Vordergrund.

  • SALT Academy - Battambang, Kambodscha

    “Ich habe bei SALT ganz viele Chancen, ganz viel Bildung und ganz viele Möglichkeiten erhalten. Hier konnte ich reifen, mich entwickeln und die Person werden, die ich heute bin.” (Nipha, Kambodscha)

    Die SALT Academy ist im Westen Kambodschas tätig. Junge Freiwillige, die sich als Vorbilder in ihrer Kommune engagieren möchten, können sich als TrainerInnen oder SchiedsrichterInnen ausbilden lassen. Und sie lernen auch, wie sie helfen können, ganz neue Fußballteams in ihrer Region aufzubauen. Darüber hinaus schafft die SALT Academy für Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten die Möglichkeit, zweimal in der Woche zum Training zu kommen und in Jugend-Ligen zu spielen. Vor jedem Spiel findet zudem ein kurzes „Lebenstraining“ statt. Alle Spielerinnen und Spieler kommen hierbei zusammen, diskutieren mit ihren Trainern und Youth Leadern über Themen wie Fairplay, Gesundheit, die Gefahr von Drogen oder ihre Rolle in der Kommune.

  • Sudhaar - Lahore, Punjab, Pakistan

    “Die Straßenfußballmethode gibt uns die Möglichkeit, spielerisch für bestimmte Themen aufmerksam zu machen, die bei Sudhaar schon immer wichtig sind, wie z.B. Fairness und Gleichberechtigung.Kinder in Pakistan lieben – so wie wahrscheinlich alle Kinder auf der Welt – Fußball. Sie sind glücklich und stolz, im Projekt dabei zu sein und übernehmen viel Verantwortung, dass das Spiel gelingt. Und es kommen auch viele Eltern um zu sehen, was ihre Kinder bei uns machen.” (Azhar, Pakistan)

    Sudhaar ist eine Menschenrechtsorganisation in Pakistan, die sich vor allem für Grundbildung, Gesundheitsversorgung, die Stärkung von Mädchen und Frauen und gegen Kinderarbeit einsetzt. Gemeinsam mit dem Youth Football Club im Nachbarland Indien will Sudhaar einen Dialog zwischen Kindern und Jugendlichen aus den beiden Ländern befördern. Indien und Pakistan haben bereits vier Kriege gegeneinander geführt, weil es an der Grenze der beiden Länder Gebiete gibt, die beide für sich beanspruchen.

  • Youth Football Club (YFC) - Rurka Kalan, Punjab, Indien

    “Bevor ich zu YFC kam, war ich wirklich schüchtern und hatte kaum Selbstvertrauen. Ich liebte es, Fußball zu spielen, aber meine Familie und mein Umfeld haben es mir nicht erlaubt. Inzwischen arbeite ich aber sogar bei YFC. Meine Familie ist jetzt sehr stolz auf mich.” (Harpreet, Indien)

    Beim Youth Football Club geht es vor allem um die Persönlichkeitsentwicklung und Verbesserung von Bildungschancen für Jugendliche in der Region Punjab – und damit auch die Förderung beruflicher Perspektiven. Dabei nutzt der YFC spielerische Ansätze, so genannte S4D games, bei denen gesellschaftliche Themen besprechbar werden.