Die KICKFAIR Bausteine

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Das KICKFAIR Konzept setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

  • Baustein Straßenfußball spielen: Jungen und Mädchen spielen miteinander, handeln die Regeln vor jedem Spiel selbst aus und besprechen deren Einhaltung nach dem Spiel in der Dialogzone. Fairness zählt in Punkten genauso viel, wie geschossene Tore. Anstelle eines Schiedsrichters begleiten Straßenfußball MediatorInnen (Jugendliche aus der Zielgruppe selbst) die Diskussionen.
  • Baustein Straßenfußball-Mediation:  Jugendliche übernehmen beim Spiel die Rolle von MediatorInnen. Sie begleiten die Teams in der Dialogzone, helfen beim Verhandeln von Regeln, werten gemeinsam mit den Teams das Spiel aus und vermitteln bei der Vergabe von Fairplay Punkten.
  • Baustein Organisation und Durchführung von Veranstaltungen: Über die Organisation und Durchführung von regelmäßigen Spiele-Treffs und Turnieren übernehmen Jugendliche Verantwortung in der Planung und Umsetzung der KICKFAIR Bausteine vor Ort. Sie wachsen Schritt für Schritt in immer komplexere Aufgabenfelder rund ums Planen, Organisieren und Umsetzen von Veranstaltungen.
  • Baustein Mentorship und Youth Leadership: Ältere Jugendliche, die bereits über Erfahrungen in KICKFAIR Projekten verfügen, werden zu MentorInnen für andere Kinder und Jugendliche und zu Youth Leadern. Sie geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Jüngere weiter. Als Jugendliche aus der Zielgruppe selbst haben sie einen niederschwelligen und authentischen Zugang zu anderen jungen Menschen. Sie sind positive Rollenvorbilder in ihrem lokalen Umfeld.
  • Baustein internationale Verständigung und globales Lernen in der globalen Dimension: KICKFAIR arbeitet in einem internationalen Netzwerk mit Partnerorganisationen auf der ganzen Welt, die ähnliche Lernansätze verfolgen. Die gemeinsame Begeisterung für Straßenfußball wird zur Brücke zwischen Jugendlichen, die sonst eher weniger Möglichkeiten haben, im Austausch mit anderen weltweit zu sein. Die entwickelte globale Handlungskompetenz hilft gerade benachteiligten Jugendlichen, in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft positive Perspektiven zu entwickeln. Globalisierung wird so nicht mehr nur als Bedrohung sondern auch als Chance wahrgenommen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar.
  • Baustein Verständigung und Dialog im eigenen Lebensumfeld:  Jugendliche mit unterschiedlichen Biografien, Hintergründen, mit und ohne eigene Fluchterfahrung kommen gezielt in Kontakt und erschließen sich Austauschräume für gemeinsames, inklusives Lernen. Hierfür hat KICKFAIR einen ganzheitlichen Lernansatz entwickelt, der in Verbindung mit Straßenfußball kognitive Elemente mit Bewegung und Spaß verknüpft. In speziellen Workshops und Projekttagen zum Thema Vielfalt werden globale Lernräume geschaffen, der Fokus liegt dabei immer auf den konkreten Erfahrungen und Biografien der Jugendlichen und dem Transfer in den eigenen lokalen Kontext und damit auf der Veränderung im Lebensumfeld vor Ort.
    Die Workshops und Projekttage ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, positive Fremdheitserfahrungen zu machen, den Umgang mit Vielfalt einzuüben und über das gemeinsame Gestalten ein soziales Miteinander zu entwickeln.

    Das KICKFAIR Konzept mit all seinen Bausteinen fußt auf der Anerkennung von Andersartigkeit, dem Respekt vor der Meinung des jeweils Anderen und dem Ziel, in dieser Vielfalt das Lebensumfeld gemeinsam und aktiv zu gestalten. Dabei geht es nicht darum, Verschiedenheit aufzulösen sondern zu lernen, damit umzugehen und sie als Potenzial zu nutzen.

    Diese Haltung ist für KICKFAIR handlungsleitend: Es geht darum, MITEINANDER zu gestalten (etwas füreinander zu tun kann dabei nur ein Teil sein), um Ängsten, Ablehnungen, Unterdrückungen, Ungleichbehandlungen und Radikalisierungen entgegen zu wirken. Nur so findet eine Annäherung an die aktuellen Herausforderungen in der Thematik „Pluralismus und Heterogenität“ statt – gemeinsam und inklusiv.