KICKFAIR begleitet die Gründungsinitiative eines bundesweiten Netzwerkes „Straßenfußball" in Berlin

Am 10. Dezember trafen sich 13 Projektvertreterinnen und -vertreter aus ganz Deutschland in Berlin, um gemeinsam ein bundesweites Netzwerk Straßenfußball zu gründen. Anlass zu dieser Initiative von streetfootballworld gaben die Förderung von Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Stiftung Jugendfußball, die Kooperation mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der von den Projekten selbst formulierte Bedarf eines Zusammenschlusses als Netzwerk. KICKFAIR ist die Steuerung des entstehenden Netzwerkes aktiv einbezogen.

Mit der Gründung eines „Netzwerkes Straßenfußball" will man als bundesweite Kooperationsplattform sichtbar sein und Fußball als Motor von sozialer Entwicklung und Integration gemeinsam gestalten und weiter entwickeln.

Die Aufgaben der kommenden Monate bestehen darin, dem Netzwerk ein „Gesicht" zu geben (Namen, Kommunikationsplattform/web-site etc.) und gemeinsam über Kriterien für eine Mitgliedschaft zu entscheiden. Hier kann sich die Initiative in Deutschland an den Erfahrungen des Globalen Netzwerks streetfootballworld orientieren und von den bereits vorhandenen Ergebnissen profitieren.

Ein erster großer Meilenstein der Netzwerkentwicklung wird ein gemeinsames Straßenfußball Festival 2008 sein, das gemeinsam mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) und parallel zu einem Länderspiel der Nationalmannschaft stattfinden wird. Im Dezember 2008 ist ein gemeinsames „Forum" geplant, bei dem der Austausch zwischen Theorie und Praxis im Mittelpunkt stehen wird.

An der Sitzung am 10. Dezember in Berlin haben neben streetfootballworld folgende Projekte und Organisationen teilgenommen: Sportgarten e.V. Bremen, Köln kickt/Rheinflanke, KICKFAIR (Stuttgart), Sportjugendclub Kreuzberg/ Klickkicker Berlin,  Bunt kickt gut (München), Nestwerk/Hamburger Sportjugend, Dynamo Windrad (Kassel), Straßenfußball für Toleranz/Sportjugend Brandenburg.

 

Ostfilderner „Straßenfußballer" beim 2. Lateinamerikanischen „Straßenfußball-Festival" in Paraguay

„Alle spielen- alle gewinnen!", so lautete das diesjährige Motto des lateinamerikanischen Straßenfußball-Festivals in Paraguay. Über 100 Jugendliche aus allen Ländern Südamerikas, trafen sich in Asunción, um eine Woche miteinander zu spielen, sich auszutauschen und miteinander zu lernen. Mit dabei: Jessica (17 Jahre), Manuel (16 Jahre) und Greta (17 Jahre) aus dem Ostfilderner Projekt „Straßenfußball". „Die spielen hier nach ganz ähnlichen Regeln wie wir und wie bei uns auch, ist es nicht der Straßenfußball, der hier im Vordergrund steht", sagt Jessica: „Hier finden viele verschiedene workshops statt, in denen wir uns über unsere Projekte austauschen, warum wir uns engagieren und was sich dadurch für uns verändert hat."

Um zu zeigen, wie sie in ihrem Projekt in  Ostfildern teamen, haben Jessi, Manuel und Greta  kurzerhand ein Freundschaftsspiel zwischen Brasilien und Paraguay organisiert. „Die Südamerikaner können zwischen Fair-Play Regeln wählen, wir handeln sie in der Dialogzone richtig aus!" meint Manuel. Nun wollen sich die Jugendlichen auch weiterhin über Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede in den jeweiligen Projekten austauschen. Die nächste Gelegenheit haben sie bereits im Januar: da bekommen sie Besuch von ihren Kollegen und Kolleginnen aus Paraguay und Argentinien.

Welche Eindrücke Jessi und Manuel mitgebracht haben, und wie sie diese Eindrücke in ihr Projekt integrieren wollen, berichten Sie am 14. Dezember um 17 Uhr im Zentrum Zinsholz. Hierzu sind alle Interessierten ganz herzlich eingeladen.

Der Austausch in Paraguay war Teil der „internationalen Sportprojekte" beim Landessportverband Baden-Württemberg und wurde von KICKFAIR begleitet.

nach dem Spiel gegen Brasilien

 

Erich Kästner Schule Hauptschule Ostfildern (Partnerschule von KICKFAIR) gewinnt den Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2007

Die Erich Kästner Schule hat mit der Lernpartnerschaft Defensores del Chaco (Argentinien), Partnerprojekt von KICKFAIR, den Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2007 gewonnen. Mit diesem Preis würdigt die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg bereits zum dritten Mal Projekte und Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit im Land.

Die Begeisterung während und nach der Preisverleihung am 24. November im Haus der Wirtschaft in Stuttgart war groß. Vor mehreren hundert Zuschauerinnen und Zuschauer stellten die SchülerInnen die verschiedenen Bausteine ihres Projektes vor und ernteten dafür viel Beifall.

Aus Sicht Jurorinnen und Juroren war und ist das Projekt ein gelungenes Beispiel, dass entwicklungspolitische Bildungsarbeit auch Hauptschülerinnen und Hauptschüler begeistern kann. Sie sind bisher in "Eine Welt" leider noch unter repräsentiert.

 

Jugendliche aus dem Ostfilderner KICKFAIR Projekt gewinnen den Jugendwettbewerb „Courage gegen Rassismus und Demokratie"

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" schallte es am 9. November nach der Preisverkündung aus dem Jugendtreff L-Quadrat in Ostfildern. Über 77 Jugendliche zwischen 11 und 21 Jahren haben sich an dem lokalen Jugendwettbewerb „Courage gegen Rassismus und Demokratie" beteiligt. Darunter waren auch Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner Hauptschule und Teilnehmer des KICKFAIR Projektes vor Ort. Rappend, tanzend, lesend und trommelnd setzen sie sich mit dem Thema „Außenseiter" auseinander. Die zentrale Botschaft: es gibt in einer Herde blauer Schafe immer auch ein blaues Schaf, das wegen seiner Andersartigkeit gehänselt, ausgegrenzt oder gar misshandelt wird. Dabei ist das Mitmachen nur die eine Seite... denn es gibt neben den Mitmachenden immer noch mehr, die einfach zu schauen. Dass dies bei ihnen nicht der Fall ist, haben sie mit ihren Darstellungen eindrücklich dargestellt.

26 Tickets nach Berlin, hat die SPD Abgeordnete und Staatssekretärin als Preis springen lassen. Die Jugendlichen von KICKFAIR werden bei dieser Reise ikommenden Frühjahr dabei sein.

 

Fachgespräch „Fußball-Lernen-Global“ in Berlin

Experten diskutieren über Fußball als Anlass zu Globalem Lernen

„Fußball – Lernen – Global“ ist ein bundesweites Projekt an Schulen, das Fußball mit Globalem Lernen verbindet. Am 8. November nehmen ausgewählte Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachbereichen (Fußball und Sport, Bildung, Schule, Wissenschaft, Entwicklungspolitik, usw.) den Projektansatz noch einmal kritisch unter die Lupe und diskutieren gemeinsam über Möglichkeiten aber auch Grenzen, Fußball als Handlungsfeld sozialen, interkulturellen und globalen Lernens zu inszenieren.

Grundlage für die Diskussionen ist neben den Expertenstatements ein aktuelles Gutachten, das bereits vorhandene Erkenntnisse und Erfahrungen im Themenfeld Fußball und Entwicklung systematisch zusammen trägt. Die Ergebnisse des Fachgesprächs fließen in die weitere Projektentwicklung mit ein und werden im ersten Themenheft „Fußball – Lernen – Global“ veröffentlicht. Das Themenheft kann ab Februar 2008 über KICKFAIR bezogen werden.

Bei „Fußball – Lernen – Global“ steht nicht der wettkampfbezogene Fußball im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Lernen. Das Projekt nutzt die Begeisterung Jugendlicher für den „Fußball“ und schafft einen alltagsnahen Zugang zu Inhalten Globalen Lernens.

So entdecken die Schülerinnen und Schüler nicht nur verschiedene Handlungsmöglichkeiten im eigenen Lebensumfeld, sondern lernen, diese auch in einen globalen Zusammenhang zu bringen. In internationalen Lernpartnerschaften entwickeln sie mit Partnern aus dem Süden gemeinsame Projekte, in denen sie verschiedene Lebenswelten in Zusammenhang bringen.

In einem Pilotprojekt entwickelten Kinder aus Deutschland gemeinsam mit Kindern aus Argentinien ein Bilderbuch über eine Fußballsocke. In Zusammenarbeit mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des streetfootballworld Netzwerkmitglieds CDI aus Paraguay gestalten Schülerinnen und Schüler aus Ulm derzeit einen Jahreskalender. Der Fußball wird dabei zum Anlass des Gesprächs oder des gemeinsamen Projekts. „Fußball – Lernen – Global“ vermittelt hierbei Kontakte zu Partnern des Südens und begleitet die gemeinsamen Lernprozesse.

„Fußball – Lernen – Global“ wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in der Trägerschaft von streetfootballworld umgesetzt. Die Projektleitung liegt beim streetfootballworld Netzwerkmitglied KICKFAIR e.V. Kooperationspartner ist das Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

 

 

Liga für Fairness, Toleranz und zivilbürgerliches Engagement

Axel Schulz eröffnet KICKFORMORE

Endlich ist es so weit: 21. Juli 10:30 Uhr: Axel Schulz steigt aus seinem Wagen und ist sofort von seinen Fans des KICKFORMORE Projektes umringt. Er freut sich, die Jugendlichen freuen sich auch. Sie sind sich schon im Februar begegnet, als der ehemalige Box-Profi zum ersten mal das Projekt besuchen kam. „Axel ist cool, er redet mit uns, er will wissen wer wir sind und was wir machen. Er interessiert sich für uns", meint Mert, 14 Jahre, Projektteilnehmer von KICKFORMORE in Ostfildern. „Ich bin gerne Schirmherr für dieses Projekt. Hier lernen die Jugendlichen wichtige Regeln, die sie auch außerhalb des Spiels brauchen, um im Leben klar zu kommen", so Schulz zu seiner Motivation, die Patenschaft für KICKFORMORE zu übernehmen. Als Botschafter der international tätigen Laureus Sport for Good Foundation liegen ihm die sozialen Projekte um den Sport besonders am Herzen.

Und das wissen die „Straßenfußballer" auch zu schätzen. Seit 6 Uhr morgens arbeiten über 30 Jugendliche auf dem Veranstaltungsgelände an dem guten Gelingen der Eröffnung: Courts werden zusammen gebaut, Zelte aufgestellt, Bierbänke geschleppt und die Bühne zusammen gehämmert. „Ein weiterer Grund, warum ich mich engagiere", meint Schulz. „Die Jugendlichen geben mir etwas wichtiges zurück: es ist ihnen egal, wie viele Kämpfe ich gewonnen oder verloren habe, sie freuen sich dass ich für sie da bin", meint der Schirmherr im Laufe des Pressegesprächs.

Beim Promi-Kick spielten Miriam Mayer-Vorfelder (Vorstand von KICKFAIR), Roland Mall, Buffy Ettmayer (beide Ex-VfB Stuttgart Profis), Christof Bolay (Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern) und Axel Schulz gegen das KICKFORMORE All-Star Team (Jugendliche aus allen Liga-Standorten). Während beim Aushandeln der Fairplay Punkte Miriam Mayer-Vorfelder nicht am T-Shirt gezogen werden wollte und Christof Bolay keine Weitschüsse verlangte, ging es Axel Schulz ganz einfach um ein faires Spiel. Das All-Star Team hatte da schon andere Ansprüche: sich auch freuen, wenn die Gegner ein schönes Tor schießen, mit dem gegnerischen Team respektvoll umgehen und in der Dialogzone vernünftig miteinander reden, waren ihre geforderten Agreements. Nach Toren gewann die Promi-Truppe, nach Spaß und Fairness waren beide Teams Sieger.

KICKFORMORE verbindet aktuell 6 lokale „Straßenfußball" -Projekte in Baden-Württemberg. Dazu

zählen neben Ostfildern auch Renningen, Mössingen, Offenburg, Sinzheim und Bad Friedrichshall. Zum regelmäßigen Spielen nach den Regeln von „Straßenfußball" und der Einbindung der TeilnehmerInnen in alle Organisationsprozesse wird das Spielkonzept mit zivilbürgerlichem Engagement im Gemeinwesen verknüpft. Wer sich für die Allgemeinheit engagiert, bekommt von ihr auch etwas zurück: Unterstützung in der Schule im Berufsleben und im Alltag. Das Projekt bietet Rückhalt.

Mehr zum Projekt gibt es unter www.kickformore.org

 

Von KICK FORWARD zu KICKFAIR e.V.

KICK FORWARD, core project der ersten Stunde im streetfootballworld Netzwerk, erreicht mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins (der NGO) KICKFAIR einen neuen Meilenstein seiner bisherigen Projektarbeit. Was vor vier Jahren mit der Ausrichtung kleiner Straßenfußball Turniere begann und 2006 in der Ernennung zum offiziellen Dekade-Projekt der UN Dekade für Bildung und nachhaltige Entwicklung durch die deutsche Unesco Kommission seinen vorläufigen Höhepunkt erlangte, soll nun mit KICKFAIR als neue Trägerstruktur seine Ausweitung und inhaltliche Weiterentwicklung erhalten. Ein Reihe spannender Projekte, Kooperationen und Aufgaben ist KICKFAIR bereits angegangen. So etwa die Weiterentwicklung des Ansatzes „internationale Lernpartnerschaften: Straßenfußball als soziales Lernfeld“. Zusammen mit den core projects Centro para el desarollo de la Intelligencia (CDI Paraguay), Defensores del Chaco (Argentinien) und Esperance (Ruanda) aus den streetfootballworld Netzwerk entsteht ein Curriculum, das in den Aus- und Fortbildungen der jeweiligen Projekte eingesetzt werden kann.
Oder das Projekt methodisch-didaktischer Materialienkoffer zum Thema Fußball und Globales Lernen. In Zusammenarbeit mit der Erich-Kästner-Schule Ostfildern entstehen Lerninhalte und Unterrichtsentwürfe von Schüler für Schüler rund um internationale Lernpartnerschaften, Straßenfußball und Globales Lernen (beziehbar für Schulen ab Herbst 2007). Ebenfalls Schulen im Fokus hat das Projekt Fußball – Lernen - Global. Gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird gemeinsam mit dem Projektträger Streetfootballworld und dem Kooperationspartner Institut für Friedenspädagogik (IFT) Fußball als Lernanlass und -inhalt inszeniert und mit Ansätzen des Globalen Lernens verknüpft, als erprobte Bildungsansatz weiterentwickelt und für Schulen bundesweit angeboten. Mit der Straßenfußball Liga KICKFORMORE (www.kickformore.org) verbindet KICKFAIR aktuell Baden-Württemberg weit Straßenfußball mit einem sozialen Kreditsystem. KICKFAIR will dadurch Jugendlichen langfristig an die Projekte binden und ihr soziales Engagement in das Gemeinwesen integrieren.
Im Zentrum aller Projekte steht dabei immer der junge Mensch. KICKFAIR schafft Lern- und Erfahrungsräume, in denen junge Menschen Kompetenzen erwerben können, die sie zur positiven Bewältigung ihrer alltäglichen Lebensaufgaben brauchen. In unterschiedlichen Handlungsfeldern lernen sie, mit den Anforderungen einer zunehmend globalen Gesellschaft zurecht zu kommen. Sie sind aktiv in den Gestaltungsprozess der Projekte eingebunden, übernehmen Verantwortung und werden so zu Mitgestaltern ihrer eigenen Lebenswelten.

www.kickfair.org












  © KICKFAIR 2007 | Impressum