Begegnung ohne viele Worte

Allgemein
„Begegnung ohne viele Worte“ übersetzt das KICKFAIR Straßenfußball- Konzept in „Bildsprache“. Ziel ist es, über wenig Sprache den Kontakt, die Begegnung und den Austausch von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft (insbesondere mit und ohne aktueller Fluchterfahrung, verschiedener Religionen und Ethnizitäten) zu erleichtern. Über einen solchen Zugang sollen gemeinsames Lernen gefördert und Engagementmöglichkeiten zur Gestaltung eines gelingenden Zusammenlebens in Schule und Kommune weiter geöffnet werden.

Hintergrund
Die derzeitige Realität ist, dass zwischen den Schülern und Schülerinnen der Regelklassen und den Schülern und Schülerinnen der Transfer-, Willkommens- oder Übergangsklassen (für die neu angekommen Jugendlichen mit dem Schwerpunkt Deutsch zu Lernen, bis sie am Regelunterricht teil nehmen können) kaum Kontakt besteht – und dies obwohl sie in der Regel dieselbe Schule besuchen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Hemmungen und Ängste auf beiden Seiten, aber auch Sprachbarrieren erschweren Annäherung und Begegnung. Im Regelschulbetrieb fehlt es oft an Raum, Zeit und adäquaten Konzepten, um Begegnung zwischen verschiedenen Jugendlichen aktiv zu gestalten.

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Projektinhalt
Durch „Begegnung ohne viele Worte“ bauen wir hier eine Brücke: Zu- und Ausgangspunkt ist das Straßenfußballspiel, das Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen und Herkünften auf niederschwelliger Ebene in Kontakt zueinander bringt. Der Austausch über das Erleben auf dem Feld und die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Alltagsrealitäten der teilnehmenden Jugendlichen gelingt über speziell angefertigte Bildkarten, die unabhängig von Sprach- und Sprechkompetenzen in der Begegnungsarbeit eingesetzt werden können. Sie beinhalten alle Elemente des KICKFAIR Straßenfußballs übersetzt in Bildsprache. So kann das Potential der Straßenfußball-Methode ausgeschöpft werden, weil eine Kommunikation über das Erleben im Spiel durch einen visuellen Zugang ermöglicht wird. Sprachhürden treten in den Hintergrund und eine Begegnung auf Augenhöhe ist möglich.

In Zusammenarbeit mit dem Illustrator und interkulturellen Trainer Yorgos Konstantinou hat KICKFAIR ein Raster entwickelt, wie die verschiedenen Elemente des KICKFAIR Straßenfußballs in Bildkarten übersetzt werden können. Dazu gehören neben den allgemeinen Begrifflichkeiten aus dem Straßenfußball (Spielfeld, Team, Jungen und Mädchen, statt Schiedsrichter Mediatoren, Dialogzone, 3 Halbzeiten, allgemeine Regeln, Fairplay-Regeln etc.) auch die verschiedenen Rollen und Aufgaben, die mit der KICKFAIR Straßenfußball-Methode verbunden sind.

 

  • Projekt Standorte
    München I Ostfildern (Stuttgart)
  • Partner und Förderer
    Die Erstellung der Bildkarten und die Entwicklung der Begleitbroschüre wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

 

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