KICKFAIR begleitet Projektgruppe an der Grundschule am Insulaner in Berlin bei der Entwicklung von Regeln für das Zusammenleben in der Schule

Die Schülerinnen und Schüler der Berliner Grundschule am Insulaner haben sich einiges vorgenommen: Bis Ende des Schuljahres wollen sie gemeinsam Regeln für das Zusammenleben in der Schule entwickeln. Um möglichst viele Kinder an der Entwicklung zu beteiligen ist eine Projektgruppe entstanden, in der mindestens 2 SchülerInnen aus nahezu allen 3. bis 6. Klassen vertreten sind und die Ergebnisse weitertragen.

Auftakt der Arbeit in der Projektgruppe war die Projektwoche vom 29.01. bis 01.02.. Die 26 Jungen und Mädchen, von denen viele bereits als TeamerInnen aktiv sind oder Straßenfußball aus dem Sportunterricht kennen, setzten sich zu Beginn mit allgemeinen Fragen rund um das Thema „Regeln“ auseinander, z.B.: „Wozu benötigen wir Regeln?“, „Wo brauchen wir Regeln?“ oder „Können Regeln auch ungerecht sein?“.

In einem sehr intensiven Austausch brachte Samy, Youth Leaderin aus der KICKFAIR Partnerorganisation SALT Academy in Kambodscha, neue Perspektiven in die Diskussion ein, in dem sie den Kindern über ihr Leben, die Arbeit bei SALT und den an manchen Stellen doch anderen Umgang mit Regeln in Kambodscha erzählte.

Der 3. und 4. Tag der Projektwoche standen ganz im Zeichen der Entwicklung eigener Regeln. Welche Dinge sind uns beim Straßenfußball wichtig? Und wie können wir diese auf den Schulalltag übertragen? So wurde aus der Fairplay Regel „Aus den Ecken lassen“ zum Beispiel „Anderen Freiraum geben – beim Lernen, im Klassenzimmer aber auch in der Pause“ oder aus „Sich aufhelfen“ – „Andere aufbauen“.

Zum Abschluss wurde das bisher Geschaffte zusammen getragen und der Blick auf die anstehenden Aufgaben gerichtet. Wie präsentieren wir unsere Ergebnisse den anderen SchülerInnen und LehrerInnen? Wie sammeln wir deren Rückmeldungen und berücksichtigen diese? Und wie wollen wir uns als Vorbilder in diesem Projekt verhalten?

Neben KICKFAIR begleitet Yorgos Konstantinou das Projekt, der auch die KICKFAIR Bildkarten gezeichnet hat. Er dokumentiert den Prozess und visualisiert die Ergebnisse.

Bis Ende des Schuljahres wird weiter an den Regeln gearbeitet. Hierzu trifft sich die Projektgruppe ein Mal im Monat. Wichtig wird sein: „Es soll nicht zu viele Regeln geben, sonst ist es anstrengend“, meint Lukas. Und Penny ergänzt: „Die Regeln sollen Sinn machen und gerecht sein.“

 

zurück