Begegnung in Vielfalt: Internationale Workshops mit Lior und Ronnie aus Israel und Harpreet aus Indien

Harpreet kommt aus dem indischen Punjab (Norden Indiens), wo sie an einer Grundschule Fußballangebote für Kinder mit der so genannten S4D (Sports for Development) Methode verbindet. Spielerisch werden hierbei gesellschaftliche Themen (z.B. Gesundheit, Gender, Gleichberechtigung etc.) aufgegriffen und veranschaulicht. Angebunden ist sie dabei an den YFC Rurka Kalan, der Sportaktivitäten nutzt, um Kindern, Jugendlichen und deren Eltern alternative Lebensperspektiven zu vermitteln und vielfältige soziale und praktische Kompetenzen zu erwerben.

Lior und Ronnie arbeiten in Tel Aviv (Israel) beim Peres Center for Peace and Innovation. Das Center unterstützt über vielfältige Projekte (z.B. im Bildungsbereich, Gesundheitsbereich, Wirtschaftssektor) den Kontakt und Austausch zwischen jüdischen und arabischen Israelis und Palästinensern. Lior und Ronnie arbeiten im Bereich Friedenspädagogik, wo sie über Straßenfußball Kinder und Jugendliche der beiden Konfliktparteien im Spiel zusammenbringen und gemeinsame Workshops veranstalten.

Alle drei sind mit ihren Organisationen Teil der internationalen Lernkooperation (Fußball-Lernen-Global), die KICKFAIR noch mit 8 weiteren Organisationen aus aller Welt gestaltet.

Auch wenn Lior, Ronnie und Harpreet aus unterschiedlichen Kontexten kommen und wir uns alle bisher persönlich noch nicht kannten – mit Fußball-Lernen-Global haben wir die gemeinsame Klammer. So war der Auftakt und Austausch zu Beginn der Arbeitsaufenthalte leicht und sofort konkret. Ganz schnell waren die Ideen zu den anstehenden Workshops ausgetauscht und in Konzepte gebracht. Sie knüpfen an das Thema „Begegnung in Vielfalt“ an, das seit diesem Jahr Teil der Zusammenarbeit in der internationalen Lernkooperation ist.

Seit heute sind die drei nun mit KICKFAIR unterwegs quer durch Deutschland. An verschiedenen KICKFAIR-Partnerschulen arbeiten sie mit den bereits bestehenden Begegnungsmodulen und entwickeln sie mit ihren jeweiligen Expertisen weiter.

Harpreet vom Youth Football Club Rurka Kalan, Indien gibt eine Einführung in die Methode S4D (Sports for Development), mit Lior und Ronnie (Peres Center vor Peace) wird das „Language Training“ weiter ausgearbeitet und somit an die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr angeknüpft. Außerdem sind die drei in die Anwendung der KICKFAIR Bildkarten eingebunden. Die Methoden werden jetzt also praktisch ausprobiert und die Erfahrungen dann in den kommenden Monaten mit allen anderen internationalen Partnerorganisationen geteilt. Im Austausch werden die Module weiterentwickelt und systematisiert, so dass sie aber in den jeweiligen lokalen Kontexten (entsprechend modifiziert) anwendbar sind.

Mit den Workshops an den Schulen sind auch globale Lerninhalte verbunden. Lior, Ronnie und Harpreet bieten den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften die Möglichkeit, etwas über die Arbeit in ihren Organisationen zu erfahren und einen Einblick in die Herausforderungen vor Ort zu bekommen, denen sie mit Straßenfußball begegnen.

Diese Aufenthalte der drei sind ein weiterer Meilenstein in der internationalen Lernkooperation mit dem aktuellen Fokus auf „Begegnung in Vielfalt“. Sie durch das Bundesministerium des Innern gefördert und von Football for Hope (FIFA) unterstützt.

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Auf KICKFAIR – facebook kann man die Stationen ihrer Workshopreisen mitverfolgen.

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