Ältere Jugendliche in den KICKFAIR-Projekten engagieren sich für Begegnung und gemeinsames Lernen in Vielfalt

Gemeinsames Lernen vor dem Hintergrund der wachsenden Vielfalt an Kulturen, Religionen, Sprachen und Lebenskonzepten an Schulen und in der Kommune ist für die älteren Jugendlichen in den KICKFAIR Projekten zum zentralen Anliegen geworden. Sie engagieren sich aktiv für Austausch und Begegnung und legen Wert drauf, dass Jugendliche unterschiedlicher Herkunft (auch Jugendliche mit und ohne Fluchtgeschichte) in ihren Standorten lernen können, in Vielfalt zu leben – und diese auch mitzugestalten.

Gerade an Schulen, wo Jugendliche, die schon lange oder schon immer hier sind und Jugendliche, die aus verschiedenen Ländern gerade zu uns kommen in Regelklassen und Vorbereitungs-/Willkommens/-Übergangsklassen getrennt voneinander unterrichtet werden, sind gemeinsame Lernräume wichtig. „Es gibt unendlich viele Projekte für die Jugendlichen aus den Vorbereitungsklassen. Aber in keinem geht es darum, diese Schüler mit Schülern aus den Regelklassen zusammen zu bringen“, sagt Fanny Soppa, die Schulsozialarbeiterin an der Schiller-und Rauchbeinschule in Schwäbisch Gmünd. Und Sina, die vor Kurzem aus dem Irak geflohen ist, meint: „Ich liebe KICKFAIR. Hier kann man sich bewegen und Spaß haben und viele neue Leute kennenlernen“. Sie ist eine von mehreren Jugendlichen, die sich an ihrer Schule, aber auch darüber hinaus dafür einsetzen, dass man in Kontakt und in Begegnung kommt. Sie wird von älteren Jugendlichen wie Ozan und Hamad unterstützt, die selbst früher Teilnehmer bei KICKFAIR waren uns sich jetzt als Youth Leader im Projektstandort einsetzen: „Wir wollen, dass die Jugendlichen hier miteinander klar kommen und dass die, die neu nach Schwäbisch Gmünd kommen, sich hier integrieren können“ so Hamad, dessen Eltern aus dem Libanon stammen. Sie gestalten regelmäßige Straßenfußball-Treffs für Jugendliche auf der Jugendmeile.

Im Rahmen der Themenwochen in Schwäbisch Gmünd und in Ostfildern (bei Stuttgart)  im März haben sie und weitere ältere Jugendliche aus den KICKFAIR Projekten Räume für Begegnung an ihren Schulen und Standorten geöffnet. Sie haben sich im Vorfeld intensiv damit auseinander gesetzt, welche Methoden für eine solche Begegnung geeignet sind und haben Materialien und spielerische Ansätze verwendet, bei denen die Sprachkompetenzen in den Hintergrund treten. So haben sie beispielsweise mithilfe der Bildkarten den Jugendlichen in den verschiedenen Klassen Straßenfußball und KICKFAIR vorgestellt, durch spezielle nicht sprachorientierte Kennen-Lern-Spiele für Spaß und Auflockerung gesorgt und Mini-Straßenfußball-Turniere organisiert, bei denen sie die Jugendlichen beim Teamen unterstützt haben.

Es sind genau diese Jugendlichen, die Vielfalt in Gemeinschaft aktiv mit gestalten und damit zur Wirkung von KICKFAIR maßgeblich beitragen.

Mehr zu den Themenwochen finden sich auf facebook 

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