Chancen Erlangen empfängt Jugendliche von Chigol mit Weihnachtsmännern aus Schokolade

Dass die Jugendlichen aus dem Partnerprojekt Chigol auch Deutsch lernen, haben sie in Erlangen bewiesen: die Vorstellungsrunde haben sie auf Deutsch gemacht. Der Deutschkurs war nämlich Teil der Vorbereitung für die KICKFAIR-Chigol Jugendbegegnung, die vom Goethe-Institut gefördert wird.

Im Rahmen dieses Jugendaustauschs besuchten die „Chigolitos“ (wie die Jugendlichen bei Chigol heißen) auch die Projektgruppe an der Eichendorff-Schule in Erlangen-Bruck. Und die hatten sich auf den Austausch ebenfalls sehr gut vorbereitet. Beim Lehrer-Schüler-Treffen im November in Stuttgart haben sie die Chigoler Spielmethode bereits kennen gelernt und wollten jetzt mehr darüber wissen, wie Jugendliche bei Chigol Straßenfußball spielen und gemeinsam lernen.

Hintergrund: die Chancen Erlanger Projektgruppe will im neuen Jahr ihr erstes großes Turnier organisieren und über die Arbeit mit Fotos den Zusammenhang zwischen Straßenfußball, Geschichten der Jugendlichen und Werten des Zusammenlebens darstellen. Und in beiden Bereichen haben die Chigolitos bereits viel Erfahrung. So kam es zu einem regen Austausch und Ausprobieren der KICKFAIR Spielmethode, der Chigol- Spielmethode und der seit einigen Jahren gemeinsam entwickelten CHIFAIR-Spielmethode. Dann haben die Chigolitos ihre Erfahrungen in der Organisation von Straßenfußball-Turnieren erzählt und ihr Know-How weiter gegeben. Dabei wurde den Jugendlichen aus beiden Projekten schon deutlich: die Probleme, die sie in Cerro Navia haben (dem Stadtteil in Santiago, in dem Chigol arbeitet) und die Probleme der Jugendlichen in Erlangen-Bruck sind gar nicht so verschieden. Und so haben sie auch schon über gemeinsame Ideen gesprochen, wie sie mit ihren jeweiligen Projekten diese Herausforderungen meistern.

Damit war auch schon die Grundlage für die Entwicklung des Fotoprojektes gelegt. Die Chigolitos arbeiten mit ihren eigenen Geschichten/Biographien als Lernanlass für andere Jugendliche im Projekt. Diese Arbeit haben sie auch den Chancen Erlangern vorgestellt. Das ist jetzt Gedankennahrung für die Jugendlichen dort: wie können wir die Jüngeren in Zukunft mit unseren eigenen Geschichten für das Projekt und für gemeinsames Lernen begeistern? Und welche Werte sind uns dabei wichtig? Diese Auseinandersetzung werden sie in den kommenden Wochen in der Projektgruppe weiterführen und auch in die Fotoarbeit integrieren.

Begleitet werden sie dabei unter anderem von einem bereits erfahrenen KICKFAIR’ler Youth Leader aus dem Standort in Schwäbisch Gmünd: Ozan, der schon viele Jahre bei KICKFAIR dabei ist wird die Projektgruppe im kommenden Jahr regelmäßig besuchen und unterstützen.

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