Sebastian Fritz von KICKFAIR 6 Wochen bei Chigol – er schreibt:

Hola a tod@s!

Mein Name ist Sebastian Fritz. Ich bin 25 Jahre alt und seit der 6. Klasse bei KICKFAIR – also schon ziemlich lange! Ich habe anfangs einfach nur mitgespielt. Dann wurde ich Straßenfußball-Mediator, habe dann als Youth Leader immer mehr Aufgaben bei KICKFAIR übernommen und mittlerweile bin ich festes Teammitglied bei KICKFAIR. Ihr seht – das Konzept überzeugt mich und ich gestalte es aktiv mit. In den letzten 11 Jahren hatte ich also viele verschiedene Rollen und so auch vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und Lernen – mit Projektpartnern in Deutschland aber auch mit Partnern der internationalen Lernkooperation in aller Welt. Ein paar mehr Informationen zu mir findet Ihr auch unter http://www.kickfair.org/people/sebastian-fritz/.

CHIGOL kenne ich bereits seit einigen Jahren und konnte verschiedene Jugendbegegnungen und Arbeitsaufenthalte von CHIGOL bei KICKFAIR miterleben und mitgestalten. Jetzt habe ich selbst die Gelegenheit eines solchen Arbeitsaufenthaltes bei Chigol. In den kommenden 6 Wochen habe ich die Möglichkeit endlich auch deren Arbeit vor Ort nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu erleben. CHIGOL nutzt nicht nur Straßenfußball und Aktivitäten drum herum, sondern auch andere Zugänge zu den Jugendlichen, wie z.b. Hip-Hop und Rap. Ich freue mich sehr darauf, hier mehr zu lernen, mich austauschen, meine Erfahrungen mit einzubringen und viele neue Eindrücke auch wieder in meine Arbeit bei KICKFAIR zurück bringen zu können.

In meinen ersten Tagen hier haben wir schon Workshops in unserem gemeinsamen Projekt „Straßenfußball und Kinderrechte“ gegeben (http://www.fussball-lernen-global.org/?cat=1). Wir haben dabei mit unserem Leitfaden gearbeitet und in dem Stadtviertel Cerro Navia, in dem Chigol beheimatet ist, auch schon mächtig zu Kinderrechten gesprayt und Farbe auf die Straße gebracht!

Da ich selber bisher nur etwas spanisch verstehe aber nur wenig spreche, war ich ganz überrascht, vom Interesse der Jugendlichen auf dem Bolzplatz gleich ein paar Worte Englisch oder Deutsch lernen zu wollen. Deswegen werde ich mich wohl als Englisch- Deutschlehrer in meiner Zeit hier versuchen. Ich freue mich über die Offenheit und Gastfreundschaft hier im Viertel.

Ich bin gespannt was noch alles auf mich zukommt und ob meine bescheidenes fußballerisches Talent ausreicht. Aber genau wie in den KICKFAIR Standorten in ganz Deutschland zählt der Spaß, Respekt und das gemeinsame Erleben von Straßenfußball. Hasta luego! Sebi

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